Countdown. 3... 2... 1... Wir starteten. Nicht im Traum hätte ich gedacht, dass ich einmal mit einem Frenchie ins All fliege. Aber hier waren wir: Harry und Buddy, im Raumschiff 'Pfote 1'. Buddy trug natürlich seine orangene Weste – jetzt mit kleinen LED-Lichtern, damit man ihn im Dunkeln sieht.
"Wau!" machte Buddy, als die Schwerelosigkeit einsetzte. Seine Ohren schwebten nach oben. Er sah aus wie ein kleiner Fledermaus-Hund. Ich musste so lachen, dass ich fast meinen Helm verloren hätte.
Unsere Mission: Die alte Wetterstation über der Erde reparieren. Sie blinkte seit Tagen rot. Doch als wir andockten, sahen wir das Problem: Ein Kabel war gerissen, und die Luke zur Station war winzig. Viel zu klein für einen Menschen.
Ich schaute Buddy an. Buddy schaute die Luke an. "Buddy... das ist doch..." Er bellte entschlossen und schlüpfte schon durch. Der erste Frenchie im All auf Solomission.
Drinnen war es dunkel. Ich konnte ihn nur über Funk hören: Schnüff... taps... wuff! Er hatte das Kabel gefunden. Aber wie sollte er es reparieren? Seine Pfoten sind nicht gerade für Feinarbeit gemacht.
Dann hörte ich ein Knurren. Nicht ängstlich, sondern konzentriert. Buddy hatte das Kabel mit den Zähnen gepackt und hielt es zusammen. Seine Weste leuchtete dabei wie ein kleines Herz.
Ich aktivierte von außen den Schweiß-Roboter, und Buddy hielt still. Er zitterte ein bisschen – es war kalt dort draußen – aber er ließ nicht los. Zisch! Das Kabel war repariert. Die Station leuchtete wieder grün.
Als Buddy zurück in die Kapsel schwebte, war er ein Held. Wir schauten gemeinsam aus dem Fenster auf die Erde. So blau. So zerbrechlich. So wunderschön. 'Siehst du, Buddy', flüsterte ich, 'das bewachen wir.' Er legte seine Pfote auf meine Hand.
Zurück auf der Erde bekam Buddy eine Medaille. Viel zu groß für ihn. Er trug sie trotzdem den ganzen Tag und schlief damit ein. Denn manchmal braucht es nicht die Größten, um das Größte zu beschützen. Manchmal reicht ein kleiner Hund mit riesigem Herzen und einer orangenen Weste.
Du musst nicht groß sein, um Großes zu bewachen.